Alexander Egger ist Art Director, Konzeptentwickler, Künstler, Illustrator, Autor und Herausgeber. Er arbeitet interdisziplinär und medienübergreifend. Schwerpunkte seiner Arbeit als Gestalter sind integrative Gesamtlösungen, strategische Markenentwicklungen, Cultural Communication und Editorial Design. Zu seinen Kunden gehören Institutionen aus dem öffentlichen und privaten Bereich, Agenturen, kulturelle Einrichtungen und kommerzielle Unternehmen jeglicher Größenordnung.
Seine Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet, sind in zahlreichen nationalen und internationalen Büchern und Magazinen erschienen und werden regelmäßig in Ausstellungen gezeigt. Mehrere Monografien seiner Arbeit sind erhältlich.
Nach Stationen in Mailand und Wien lebt und arbeitet Alexander Egger seit 2011 in Berlin und manchmal auch anderswo.
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Grafische Gestaltung organisiert Inhalte visuell und stellt somit ein bmögliches Ordnungssystem als Rahmenbedingung für Kommunikation zur Disposition. Eine permanente Analyse und Revision dieser künstlich geschaffenen Möglichkeitsfelder führt letztlich zu Bewegung und somit einer Verschiebung des Ist-Zustandes: Die Bildung einer Identität erweist sich als ein laufender Prozess des Sich-abarbeitens an selbiger und ist nach dem Formkalkül von George Spencer-Brown ein Innenraum, der ein Außen voraussetzt und impliziert. Viel mehr als um Ästhetizismen (als Ausdruck eines etablierten gemeinsamen Nenners) geht es dabei um Sinn-Werdung, eine Sinnhaftigkeit der Form. Identität entsteht aus Engagement: aus dem Bedürfnis die Welt aus einer (selbst-)bewussten Position heraus aktiv mitzugestalten und somit Relevanz zu erzeugen. Haltung ist dafür unumgänglich.
Monolithische Marken stagnieren, wenn deren visuelle Identität auf Vereinheitlichung und Gleichschaltung, auf Konservierung von Ideen und Werten unter dem allmächtigen Dach der Brand abzielt. Zeitgemäße Identitäten sind vielschichtig und multidimensional, flüssig oder gasförmig, anti-hierarchisch, poststrukturalistisch, sozial organisiert und mit Schwarmintelligenz ausgestattet, im permanenten Werden, transparent und geheimnisvoll (weil nie zur Gänze fassbar), komplex und einfach, emotional und analytisch. Innovation beschreibt den Grad der Veränderung im Spannungsfeld zwischen Risiko und Sensibilität, Evolution ergibt sich aus dem Mut, Dinge anders zu denken.
Die Arbeitsweise von Alexander Egger basiert auf der Ausdifferenzierung eines konzeptionellen und strategischen Ansatzes. Eine kritische Evaluation, eine diskursive Auseinandersetzung mit der Materie und eine experimentelle Herangehensweise durch einen nach innen und außen offenen Gestaltungsprozess zeichnen viele seiner Arbeiten aus.

































